In der Ausgabe der Alsfelder Allgemeinen Zeitung vom Freitag war zu lesen: „Mücker Bürger lehnen Stellensperre ab.“ Diese Darstellung entspricht jedoch nicht dem tatsächlichen Abstimmungsverhalten der Fraktion der Mücker Bürger (MüBü) in der Gemeindevertretung.
Am Mittwoch (05. Februar 2026) stimmte die Fraktion der Mücker Bürger mit ihrer Fraktionsvorsitzenden Jennifer Schombert dem Haushalt zu. Damit trugen die MüBü auch die beschlossene Stellensperre mit, die sie am Freitag (2 Tage später) in der Presse ablehnten. Die in der Presse formulierte Ablehnung kann daher – wenn überhaupt – nur als politische Positionierung im Hinblick auf die Kommunalwahl am 15. März 2026 verstanden werden. Andernfalls hätte man bereits jetzt ein öffentliches Versprechen gebrochen.
In ihrer eigenen Pressemeldung betonen die Mücker Bürger:
„Wir stehen für offene, ehrliche und wertschätzende Kommunikation – mit der Verwaltung, mit den Mitarbeitenden sowie mit den Bürgerinnen und Bürgern.“
Dieser Anspruch auf verantwortungsvolle Kommunikation und Sachorientierung dürfte auch dazu beigetragen haben, dass die Fraktion MüBü in der Sitzung der Gemeindevertretung anders abgestimmt hat als es die Verlautbarung nur 2 Tage später es wieder gibt.
In der Gemeindevertretung stimmte eine große Mehrheit der anwesenden Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter dem Haushalt sowie der Stellensperre zu – darunter Mitglieder von MüBü, Freien Wählern, SPD und CDU. Übriges, der Haushalt ist ohne die vom Bürgermeister (Gemeindevorstand) angeregte Steuererhöhung beschlossen.
Allen Beteiligten war und ist bewusst, welche wichtige Arbeit die Verwaltung für die Gemeinde leistet. Dies wurde in den Redebeiträgen der Sitzung deutlich hervorgehoben und anerkannt. Gleichzeitig zeigte die breite Zustimmung, dass es notwendig ist, trotz Wertschätzung auch verantwortungsvolle und zukunftsorientierte Entscheidungen zu treffen.
Wichtig ist zudem: Die Regelung zur Wiederbesetzungssperre gilt aktuell nur für das Jahr 2026 und greift nur, wenn der Haushalt genehmigt ist.