Bei den Wahlen zur Gemeindevertretung der Gemeinde Mücke treten die Freien Wähler Mücke mit einer bunt gemischten Liste an. Unter den 34 Kandidatinnen und Kandidaten ist auch ein großer Teil junger Menschen.
Luis Herr aus Nieder-Ohmen ist der jüngste und steht auf Listenplatz 3 für die Wahl. Da so viele junge Menschen bereit sind sich politisch einzubringen, nahm er dies zum Anlass und lud die jungen Leute zusammen mit dem Fraktionsvorsitzenden der Freien Wähler Mücke und Spitzenkandidaten Dr. Fabian Horst zu einem Meinungsaustausch ein.
Eines der wichtigsten Themen war der Wohnungsmangel für junge Leute. Man will raus aus dem Elternhaus – aber nicht raus in „die weite Welt“ – man will in Mücke bleiben. Dazu benötigt man bezahlbare Mietwohnungen. „Wir können,“ so Maximilian Rühl aus Sellnrod, Listenplatz 14, „schon von einem Mangel an Wohnungen sprechen.“ Dazu kommt, dass meist Wohnungen erst gar nicht angeboten werden, sondern – weil das Dorf noch funktioniere – diese von „Mund zu Mund“ weitergegeben werden. „Wer hier nicht am Ball ist, geht leer aus.“ so Rühl weiter. Man wolle sich dafür einsetzen, dass geprüft wird, ob zum Beispiel die Mücke App hier auch als Form der Bekanntmachung genutzt werden kann. Es muss auch überlegt werden, ob man sich in Mücke nicht aktiv um einen Investor kümmert, der Mehrfamilienhäuser baut, um diese bestehende Lücke zu schließen. „Auch wenn wir keine Betongroßbauten anstreben, führt kein Weg daran vorbei, neuen Wohnraum zu schaffen, um jungen Menschen eine Perspektive in Mücke zu bieten.“ so Laura Keil, Listenplatz 6, zu dem Thema.
Auch wenn man es nicht meint, den jungen Leuten fällt die Grünpflege von gemeindlichen Anlagen auf. Ob Friedhöfe, Spielplätze oder Randbegrünungen – an einigen Stellen könnte man meinen, der Bauhof komme gar nicht. Gleichwohl wissen die Jugendlichen dem ist nicht so! Doch die Vielzahl von Flächen stellen das Personal an seine Grenzen. „Wir wollten für gewisse Flächen Rasen-Mäh-Roboter einsetzen, um zu entlasten.“ so Dr. Horst gegenüber den jungen Leuten, „doch hier habe man auf der Verwaltung Gründe gesucht, warum dies in Mücke nicht gehe.“ Die jungen Leute schlugen vor zu überlegen, ob man nicht ein ähnliches Prinzip wie beim Leeren von den Sinkkästen – wo dies meist die Feuerwehr übernimmt – anwenden könne und die Bereitschaft in den lokalen Vereinen suche „So könne man die lokalen Vereine mit einer Aufwandsentschädigung unterstützen und den Bauhof entlasten“, so Ben Faust, Listenplatz 13.
Unsere Kandidatinnen und Kandidaten bei der Listenaufstellung
34 Kandidatinnen und Kandidaten stehen für die Kommunalwahl 2026 bereit
Am 27. November fand im DGH Flensungen die Sitzung zur Listenaufstellung der Freien Wähler Mücke statt. In konstruktiver Atmosphäre kamen die Mitglieder zusammen, um die Kandidatinnen und Kandidaten für die kommende Kommunalwahl zu bestimmen. Mit einer vielfältigen und breit aufgestellten Liste von 34 Kandidatinnen und Kandidaten treten die Freien Wähler Mücke zur Wahl der Gemeindevertretung im März 2026 an. Dies teilte der Vorsitzende der Freien Wähler Mücke, Dr. Fabian Horst, mit, der im Rahmen der Listenversammlung zum Spitzenkandidaten gewählt wurde.
An der Versammlung, an der auch der Kreisvorsitzende der Freien Wähler und Grebenauer Bürgermeister Lars Wicke teilnahm, wurde die Bewerberliste einstimmig verabschiedet. Mit ihrer Liste präsentieren die Freien Wähler Mücke eine ausgewogene Mischung aus erfahrenen Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern sowie engagierten neuen Kräften – Frauen und Männern, jüngeren Mitgliedern und langjährig Aktiven, die gemeinsam Verantwortung für die Zukunft aller Ortsteile der Gemeinde Mücke übernehmen wollen.
Angeführt wird die Liste von Dr. Fabian Horst (Atzenhain), gefolgt von Julia Myska (Ruppertenrod), Luis Herr (Nieder-Ohmen) und Jutta Schütt-Frank (Sellnrod). Auf Platz 5 steht Julian Kipper (Merlau), danach folgen Laura Kreil (Ober-Ohmen) und Marco Puchowski (Sellnrod). Listenplatz 8 belegt Annemarie Rutkowski (Flensungen), bevor Günter Zeuner (Ruppertenrod) mit Platz 9 den letzten einstelligen Listenplatz einnimmt.
Ein Teil der Kandidatinnen und Kandidaten der Freien Wähler für die Gemeindevertretung der Gemeinde Mücke.
Es schließen sich Klaus Schmidt (Ruppertenrod), Enno Oehler (Ober-Ohmen), Markus Dörr (Ober-Ohmen), Ben Hendrik Faust (Groß-Eichen), Maximilian Rühl (Sellnrod), Steffen Wick (Atzenhain), Moritz Schneider (Nieder-Ohmen), Bernd Schwebel (Merlau) und Wilhelm Wild (Sellnrod) an. Den Abschluss dieses Listenabschnitts bildet Ulf Immo Bovensmann (Merlau) auf Platz 19.
Jutta Schütt Frank, Luis Herr, Julia Myska und Dr. Fabian Horst führen die Liste der Freien Wähler bei der Wahl im März 2026 an.
Auf den Listenplätzen 20 bis 28 kandidieren Yvonne Dienst (Groß-Eichen), Samantha Horst (Atzenhain), Klaus Müller (Sellnrod), Ingo Stein (Merlau), Lukas Decher (Flensungen), Timo Rühl (Ruppertenrod), Sabine Höres (Atzenhain), Dirk Decher (Flensungen) und Marc Filipp (Nieder-Ohmen). Den Schlussteil der Liste bilden Berthold Biedenkapp (Atzenhain), Martin Schlosser (Merlau), Uwe Lang (Höckersdorf), Claudia Schröder (Sellnrod) und Ewald Schmidt (Ruppertenrod).
Erster offener Austausch über Themen
Im Anschluss an die Listenaufstellung diskutierten die Kandidatinnen und Kandidaten intensiv die inhaltlichen Schwerpunkte für die Kommunalwahl 2026. Typisch für die Freien Wähler ist dabei, dass alle Ideen direkt aus der Gemeinde selbst kommen – ohne Vorgaben einer Parteizentrale. Die Arbeit richtet sich vollständig an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger von Mücke.
Julia Myska – mit ihren Kandidatinnen für die Wahl am 15.03.2026
„Ein zentraler Schwerpunkt ist die Weiterentwicklung aller Ortsteile zu einer lebendigen, familienfreundlichen und generationengerechten Wohngemeinde mit Arbeitsplätzen und allen notwendigen Angeboten“, betont Annemarie Rutkowski. Besonders hervorgehoben wurden Themen wie Kinderbetreuung, Familienangebote, Infrastruktur, Vereinsleben, öffentliche Veranstaltungen und ein gutes Miteinander.
Luis Herr unterstrich zudem die Bedeutung nachhaltiger Energiegewinnung. Bereits in der aktuellen Wahlperiode haben die Freien Wähler eine Initiative für Balkonkraftwerke an öffentlichen Gebäuden eingebracht, um die Grundlast im Stromverbrauch zu reduzieren.
Auch die finanziellen Aspekte der Gemeinde standen im Fokus. Mehrere Kandidierende wiesen auf die Notwendigkeit einer verantwortungsvollen Haushaltsführung hin – etwa im Zusammenhang mit der Übergangslösung für den Kindergarten in Ruppertenrod. Ebenso wurde der Erhalt und Ausbau des ÖPNV als wichtiges Zukunftsthema betont.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Stärkung des gesellschaftlichen Miteinanders. Vereine, ehrenamtliches Engagement und örtliche Initiativen bilden die tragenden Säulen des Gemeindelebens. Markus Dörr äußerte in diesem Zusammenhang die Hoffnung, dass der geplante Markt am Bahnhof Mücke nach Fertigstellung des Gebäudes zeitnah realisiert werden kann.
Viele neue Gesichter bei den Freien Wähler in Mücke – zusammen mit Dr. Fabian Horst treten sie bei der Kommunalwahl 2026 an.
Erarbeitung der Themen in den kommenden Wochen
Dr. Fabian Horst kündigte an, dass die Kandidatinnen und Kandidaten in den kommenden Wochen regelmäßig mit der derzeitigen Fraktion der Freien Wähler zusammenkommen werden. Ziel ist es, Einblicke in die kommunalpolitische Arbeit zu erhalten und gemeinsam die programmatischen Schwerpunkte für die Wahl vorzubereiten.
Derzeit stellen die Freien Wähler Mücke acht Mitglieder in der Gemeindevertretung. Bei der kommenden Wahl möchten sie die Zahl ihrer Mandate erhöhen, um sich weiterhin kraftvoll für die Gemeinde Mücke und ihre Bürgerinnen und Bürger einsetzen zu können – für eine starke, lebenswerte und nachhaltige Zukunft aller Generationen.
im März 2026 steht die nächste Kommunalwahl an – und damit eure Chance, die Zukunft unserer Gemeinde aktiv mitzugestalten. Die nächsten fünf Jahre bieten viele Herausforderungen, aber auch viele Möglichkeiten, Mücke weiter voranzubringen.
Hier sind vier gute Gründe, warum sich mitmachen lohnt:
Kommunalpolitik beginnt direkt vor der Haustür. Ob die Straße vor deinem Haus, das örtliche Dorfgemeinschaftshaus oder der eigene Dorfplatz – in der Gemeindevertretung werden Entscheidungen getroffen, die uns alle unmittelbar betreffen.
Kommunalpolitik ist greifbar und ehrlich. Bei uns geht es nicht um Parteipolitik, sondern um sachorientiertes und unabhängiges Handeln für Mücke. Dafür stehen die Freien Wähler Mücke seit über fünf Jahrzehnten.
Kommunalpolitik lebt von guten Ideen, nicht von Parteivorgaben. Wir konzentrieren uns auf die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger von Mücke. Jede Idee ist willkommen und wird offen diskutiert – ganz ohne Fraktionszwang oder politische Schablonen.
Kommunalpolitik blickt in die Zukunft. Wir kümmern uns nicht nur um aktuelle Themen, sondern denken voraus – damit Mücke auch in Zukunft ein lebenswerter Ort bleibt.
Doch Kommunalpolitik gelingt nur im Team. Wenn du Lust hast, mitanzupacken, Verantwortung zu übernehmen und deine Meinung einzubringen, dann werde Teil der Freien Wähler Mücke!
Oder komm einfach vorbei: Am Donnerstag, 16. Oktober 2025, laden wir alle Interessierten herzlich zu einem offenen Austausch im Dorfgemeinschaftshaus Atzenhain ein. Beginn ist 19:00 Uhr.
Die Fraktion der Mücker Bürger unter der Fraktionsvorsitzenden Jennifer Schomber plante, den von Bürgermeister Andreas Sommer vorgelegten Haushalt mit einer Erhöhung der Grundsteuer A und B auf 460 % unverändert zu übernehmen. Dies hätte eine Steuererhöhung von 146 % gegenüber der erst im Dezember beschlossenen und vom Land Hessen geforderten aufkommensneutralen Grundsteuer bedeutet – eine erhebliche Mehrbelastung für die Bürgerinnen und Bürger. „Das ist eine Belastung, die wir in diesem Umfang nicht mittragen wollten“, erklärt Dr. Fabian Horst, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler Mücke.
Auch den Freien Wählern ist bewusst: Alles wird teurer!
Die finanzielle Lage der Kommunen wird zunehmend schwieriger und auch Mücke steht vor wachsenden Herausforderungen. Dennoch sehen die Freien Wähler eine drastische Steuererhöhung nicht als einzige Lösung. Statt die Steuern zu erhöhen, wie es die Fraktion der Mücker Bürger wollte, setzen die Freien Wähler auf Einsparungen und eine solide Haushaltspolitik. Dieser Ansicht waren auch SPD, CDU und Grüne, die sich ebenfalls gegen die Erhöhung um 146 % aussprachen. Lediglich die Fraktion der Mücker Bürger wollte die Bürgerinnen und Bürger in diesem Umfang mehr belasten. Zwar gibt es jetzt auch eine Steuererhöhung, aber nicht mit dem Paukenschlag wie es Bürgermeister Sommer vorgelegt hatte und es die Mücker Bürger 1 zu 1 umsetzten wollten.
„Uns ist sehr wohl bewusst, dass der finanzielle Spielraum immer enger wird und dass Sparen eine große Herausforderung darstellt“, so Dr. Horst weiter. „Aber Sparen darf kein Fremdwort sein.“
Personalaufstockung zum falschen Zeitpunkt
Neben der Steuererhöhung forderte die Fraktion der Mücker Bürger auch eine Ausweitung der Stellenzahl – zwei neue Stellen sollten geschaffen werden. Einsparungen waren hingegen kaum vorgesehen: Lediglich rund 3.000 Euro im Sitzungsdienst sollten gestrichen werden, wobei dem gegenüber wieder Kosten für Druck und Versand der Sitzungsunterlagen entstehen könnten. „Ob diese angebliche Einsparung unterm Strich wirklich eine ist, bleibt fraglich“, kommentiert Ulf Immo Bovensmann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler Mücke.
Einsparungen sind möglich und notwendig
Die Freien Wähler zeigen, dass es Alternativen zur starken Steuererhöhung gibt. Dies bestätigt auch das Abstimmungsverhalten in der Gemeindevertretung: Alle Anträge der Freien Wähler zum Haushalt 2025 wurden angenommen, teilweise sogar mit Unterstützung der Mücker Bürger. Die vorgeschlagene Stellenwiederbesetzungssperre oder die Kürzung der Kosten für den Breitbandausbau sind konkrete Maßnahmen, um den Haushalt zu entlasten. Ein weiterer wichtiger Vorschlag der Freien Wähler Mücke: Die Installation sogenannter Balkonkraftwerke an gemeindeeigenen Gebäuden, um damit die Grundlast decken und so Stromkosten nachhaltig senken zu können.
Ein eingeschränkter Horizont und Adieu Sachpolitik?
In ihrer Haushaltsrede unterstellte Jennifer Schomber allen, die eine andere Sichtweise wie die „Mücker Bürger“ vertreten, einen „eingeschränkten Horizont“. Da alle Fraktionen – außer den Mücker Bürgern – den Haushalt in geänderter Form beschlossen haben, richtet sich diese Aussage offenbar an die gesamte Gemeindevertretung. „Frau Schomber hat hier nicht nur eine unsachliche Wortwahl getroffen, sondern mit ihrer Aussage die anderen 22 Gemeindevertreterinnen und -vertreter beleidigt“, so Dr. Horst abschließend.
Gleiches gilt auch für ihren diskriminierenden Vorwurf an «die Älteren» Gemeindevertreterinnen und –Vertreter sich nicht verändern zu wollen. „Was ist das für eine Wortwahl?“, fragt sich Günter Zeuner. „Und das von einer politischen Gruppierung, die erstmal 2021 antrat, um «Sachpolitik» zu betreiben und zwischen den «ach so zerstrittenen Fraktionen» in Mücke zu vermitteln“, so Zeuner weiter. Und diese Frage stellen sich nicht nur die Freien Wähler im Gemeindeparlament.