Kategorie: Kommunalwahl

Erfahrung trifft Zukunft

Treffen der FW „Generation Gold“

Mit einer schlagkräftigen Mischung aus Erfahrung und frischen Ideen gehen die Freien Wähler Mücke in die Kommunalwahl am 15. März 2026. Die Liste umfasst 34 Kandidatinnen und Kandidaten – darunter viele junge Mitbürgerinnen und Mitbürger ebenso wie kommunalpolitische Schwergewichte. Einer von ihnen ist Günter Zeuner aus Ruppertenrod, der auf Listenplatz 9 kandidiert und seit Jahrzehnten für bodenständige Kommunalpolitik steht.

Nach der offiziellen Listenaufstellung machten sich die Freien Wähler in mehreren Arbeitsgruppen ans Werk. Ziel: Themen definieren, Probleme benennen und Lösungen entwickeln – für eine zukunftsfähige Gemeinde Mücke. In einer Runde der lebens- und berufserfahrenen Mitglieder kamen unter anderem Günter Zeuner, der Fraktionsvorsitzende und Spitzenkandidat Dr. Fabian Horst, Berthold Biedenkapp (Atzenhain, Listenplatz 29), Enno Oehler (Ober-Ohmen, Listenplatz 11), Jutta Schütt-Frank (Sellnrod, Listenplatz 4), Markus Dörr (Ober-Ohmen, Listenplatz 12), Klaus Müller (Sellnrod, Listenplatz 22), Steffen Wick (Atzenhain, Listenplatz 15) sowie Claudia Schröder (Listenplatz 33) zusammen. Klartext war angesagt.

Wohnraum schaffen – aber mit Augenmaß

Ein zentrales Thema: die Ansiedlungs- und Wohnraumpolitik. „Wir brauchen künftig auch Baugebiete, in denen Mehrfamilienhäuser möglich sind“, stellten die Kandidaten klar. Dabei gehe es ausdrücklich nicht um gesichtslose Betonklötze, sondern um durchdachte Wohnanlagen mit kleineren Einheiten – etwa für Alleinstehende, Paare oder Seniorinnen und Senioren. Nicht von der Hand zu weisen sind auch Generationenübergreifende Bauformen, das für ein Miteinander für alle von Nutzen wäre. Sinnvoll ist das allerdings nur in der Kerngemeinde“, so die Botschaft der Arbeitsgruppe weiter. „Es muss eine fußläufige Nahversorgung möglich sein, hier gibt es diese Einkaufsmöglichkeiten und letztlich auch eine Haltestelle der Bahn – das ist entscheidend um auch ohne Auto hier leben zu können.“

Bürgerbüro statt Behörden-Irrlauf

Seit Langem fordern die Freien Wähler zudem die Einrichtung eines zentralen Bürgerbüros. Die Idee: Anliegen sollen unabhängig von Zuständigkeiten angenommen und koordiniert werden – bürgernah, effizient und ohne unnötige Wege. Positiv wäre dagegen auch die Verlagerung der Kfz-Zulassungsstelle ins Erdgeschoss „Ein Bürgerbüro gehört dorthin wo es barrierefrei zu erreichen ist!“ so die Meinung der Freien Wähler.

Hochwasserschutz: Anpacken statt abheften

Deutlich wurde auch beim Thema Hochwasserschutz: Papier allein hält kein Wasser auf. „Ein Starkregenkataster im Schrank hilft niemandem!“ Entscheidend seien regelmäßig geräumte Gräben, saubere Abflüsse und konsequente Pflege. Genau hier sehen die Freien Wähler konkreten Handlungsbedarf.

Ähnlich pragmatisch der Ansatz beim Heckenschnitt und der Landschaftspflege: Eine jährliche gemeinsame Abstimmung von Ortslandwirten, Jagdgenossenschaften und Ortsbeiräten könne helfen, Interessen zu bündeln und praktikable Lösungen zu finden. Ziel sei es, Sicherheit, Naturschutz und Bewirtschaftung unter einen Hut zu bringen – ohne ideologische Scheuklappen.

Was junge Leute wollen – Treffen der FW „Young Generation“

Bei den Wahlen zur Gemeindevertretung der Gemeinde Mücke treten die Freien Wähler Mücke mit einer bunt gemischten Liste an. Unter den 34 Kandidatinnen und Kandidaten ist auch ein großer Teil junger Menschen.

Luis Herr aus Nieder-Ohmen ist der jüngste und steht auf Listenplatz 3 für die Wahl. Da so viele junge Menschen bereit sind sich politisch einzubringen, nahm er dies zum Anlass und lud die jungen Leute zusammen mit dem Fraktionsvorsitzenden der Freien Wähler Mücke und Spitzenkandidaten Dr. Fabian Horst zu einem Meinungsaustausch ein.


Eines der wichtigsten Themen war der Wohnungsmangel für junge Leute. Man will raus aus dem Elternhaus – aber nicht raus in „die weite Welt“ – man will in Mücke bleiben. Dazu benötigt man bezahlbare Mietwohnungen. „Wir können,“ so Maximilian Rühl aus Sellnrod, Listenplatz 14, „schon von einem Mangel an Wohnungen sprechen.“ Dazu kommt, dass meist Wohnungen erst gar nicht angeboten werden, sondern – weil das Dorf noch funktioniere – diese von „Mund zu Mund“ weitergegeben werden. „Wer hier nicht am Ball ist, geht leer aus.“ so Rühl weiter. Man wolle sich dafür einsetzen, dass geprüft wird, ob zum Beispiel die Mücke App hier auch als Form der Bekanntmachung genutzt werden kann.
Es muss auch überlegt werden, ob man sich in Mücke nicht aktiv um einen Investor kümmert, der Mehrfamilienhäuser baut, um diese bestehende Lücke zu schließen. „Auch wenn wir keine Betongroßbauten anstreben, führt kein Weg daran vorbei, neuen Wohnraum zu schaffen, um jungen Menschen eine Perspektive in Mücke zu bieten.“ so Laura Keil, Listenplatz 6, zu dem Thema.


Auch wenn man es nicht meint, den jungen Leuten fällt die Grünpflege von gemeindlichen Anlagen auf. Ob Friedhöfe, Spielplätze oder Randbegrünungen – an einigen Stellen könnte man meinen, der Bauhof komme gar nicht. Gleichwohl wissen die Jugendlichen dem ist nicht so! Doch die Vielzahl von Flächen stellen das Personal an seine Grenzen. „Wir wollten für gewisse Flächen Rasen-Mäh-Roboter einsetzen, um zu entlasten.“ so Dr. Horst gegenüber den jungen Leuten, „doch hier habe man auf der Verwaltung Gründe gesucht, warum dies in Mücke nicht gehe.“ Die jungen Leute schlugen vor zu überlegen, ob man nicht ein ähnliches Prinzip wie beim Leeren von den Sinkkästen – wo dies meist die Feuerwehr übernimmt – anwenden könne und die Bereitschaft in den lokalen Vereinen suche „So könne man die lokalen Vereine mit einer Aufwandsentschädigung unterstützen und den Bauhof entlasten“, so Ben Faust,
Listenplatz 13.

Freie Wähler Mücke stellen Liste auf

34 Kandidatinnen und Kandidaten stehen für die Kommunalwahl 2026 bereit

Am 27. November fand im DGH Flensungen die Sitzung zur Listenaufstellung der Freien Wähler Mücke statt. In konstruktiver Atmosphäre kamen die Mitglieder zusammen, um die Kandidatinnen und Kandidaten für die kommende Kommunalwahl zu bestimmen. Mit einer vielfältigen und breit aufgestellten Liste von 34 Kandidatinnen und Kandidaten treten die Freien Wähler Mücke zur Wahl der Gemeindevertretung im März 2026 an. Dies teilte der Vorsitzende der Freien Wähler Mücke, Dr. Fabian Horst, mit, der im Rahmen der Listenversammlung zum Spitzenkandidaten gewählt wurde.

An der Versammlung, an der auch der Kreisvorsitzende der Freien Wähler und Grebenauer Bürgermeister Lars Wicke teilnahm, wurde die Bewerberliste einstimmig verabschiedet. Mit ihrer Liste präsentieren die Freien Wähler Mücke eine ausgewogene Mischung aus erfahrenen Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern sowie engagierten neuen Kräften – Frauen und Männern, jüngeren Mitgliedern und langjährig Aktiven, die gemeinsam Verantwortung für die Zukunft aller Ortsteile der Gemeinde Mücke übernehmen wollen.

Angeführt wird die Liste von Dr. Fabian Horst (Atzenhain), gefolgt von Julia Myska (Ruppertenrod), Luis Herr (Nieder-Ohmen) und Jutta Schütt-Frank (Sellnrod). Auf Platz 5 steht Julian Kipper (Merlau), danach folgen Laura Kreil (Ober-Ohmen) und Marco Puchowski (Sellnrod). Listenplatz 8 belegt Annemarie Rutkowski (Flensungen), bevor Günter Zeuner (Ruppertenrod) mit Platz 9 den letzten einstelligen Listenplatz einnimmt.

Es schließen sich Klaus Schmidt (Ruppertenrod), Enno Oehler (Ober-Ohmen), Markus Dörr (Ober-Ohmen), Ben Hendrik Faust (Groß-Eichen), Maximilian Rühl (Sellnrod), Steffen Wick (Atzenhain), Moritz Schneider (Nieder-Ohmen), Bernd Schwebel (Merlau) und Wilhelm Wild (Sellnrod) an. Den Abschluss dieses Listenabschnitts bildet Ulf Immo Bovensmann (Merlau) auf Platz 19.

Auf den Listenplätzen 20 bis 28 kandidieren Yvonne Dienst (Groß-Eichen), Samantha Horst (Atzenhain), Klaus Müller (Sellnrod), Ingo Stein (Merlau), Lukas Decher (Flensungen), Timo Rühl (Ruppertenrod), Sabine Höres (Atzenhain), Dirk Decher (Flensungen) und Marc Filipp (Nieder-Ohmen). Den Schlussteil der Liste bilden Berthold Biedenkapp (Atzenhain), Martin Schlosser (Merlau), Uwe Lang (Höckersdorf), Claudia Schröder (Sellnrod) und Ewald Schmidt (Ruppertenrod).

Erster offener Austausch über Themen

Im Anschluss an die Listenaufstellung diskutierten die Kandidatinnen und Kandidaten intensiv die inhaltlichen Schwerpunkte für die Kommunalwahl 2026. Typisch für die Freien Wähler ist dabei, dass alle Ideen direkt aus der Gemeinde selbst kommen – ohne Vorgaben einer Parteizentrale. Die Arbeit richtet sich vollständig an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger von Mücke.

„Ein zentraler Schwerpunkt ist die Weiterentwicklung aller Ortsteile zu einer lebendigen, familienfreundlichen und generationengerechten Wohngemeinde mit Arbeitsplätzen und allen notwendigen Angeboten“, betont Annemarie Rutkowski. Besonders hervorgehoben wurden Themen wie Kinderbetreuung, Familienangebote, Infrastruktur, Vereinsleben, öffentliche Veranstaltungen und ein gutes Miteinander.

Luis Herr unterstrich zudem die Bedeutung nachhaltiger Energiegewinnung. Bereits in der aktuellen Wahlperiode haben die Freien Wähler eine Initiative für Balkonkraftwerke an öffentlichen Gebäuden eingebracht, um die Grundlast im Stromverbrauch zu reduzieren.

Auch die finanziellen Aspekte der Gemeinde standen im Fokus. Mehrere Kandidierende wiesen auf die Notwendigkeit einer verantwortungsvollen Haushaltsführung hin – etwa im Zusammenhang mit der Übergangslösung für den Kindergarten in Ruppertenrod. Ebenso wurde der Erhalt und Ausbau des ÖPNV als wichtiges Zukunftsthema betont.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Stärkung des gesellschaftlichen Miteinanders. Vereine, ehrenamtliches Engagement und örtliche Initiativen bilden die tragenden Säulen des Gemeindelebens. Markus Dörr äußerte in diesem Zusammenhang die Hoffnung, dass der geplante Markt am Bahnhof Mücke nach Fertigstellung des Gebäudes zeitnah realisiert werden kann.

Erarbeitung der Themen in den kommenden Wochen

Dr. Fabian Horst kündigte an, dass die Kandidatinnen und Kandidaten in den kommenden Wochen regelmäßig mit der derzeitigen Fraktion der Freien Wähler zusammenkommen werden. Ziel ist es, Einblicke in die kommunalpolitische Arbeit zu erhalten und gemeinsam die programmatischen Schwerpunkte für die Wahl vorzubereiten.

Derzeit stellen die Freien Wähler Mücke acht Mitglieder in der Gemeindevertretung. Bei der kommenden Wahl möchten sie die Zahl ihrer Mandate erhöhen, um sich weiterhin kraftvoll für die Gemeinde Mücke und ihre Bürgerinnen und Bürger einsetzen zu können – für eine starke, lebenswerte und nachhaltige Zukunft aller Generationen.