Die Pflege der öffentlichen Grünflächen ist ein Thema, das viele Bürgerinnen und Bürger in der Gemeinde Mücke unmittelbar betrifft. Ob Spielplätze, Friedhöfe oder Dorfplätze – immer wieder wird deutlich, dass das Gras zu hoch steht oder Grünanlagen nicht regelmäßig gepflegt werden können. Gerade bei sensiblen Anlässen wie Beerdigungen auf dem Friedhof sorgt dies verständlicherweise für Unmut.

Für die Freien Wähler Mücke steht fest: Diese Themen sind keine Nebensächlichkeiten, sondern betreffen die Lebensqualität in unserer Gemeinde unmittelbar.

„Wir haben uns mit diesem Thema bereits lange vor der Wahl intensiv beschäftigt“, betont Dr. Fabian Horst, Spitzenkandidat der Freien Wähler Mücke. Bereits in der vergangenen Wahlperiode brachten die Freien Wähler den Vorschlag ein, bei geeigneten Flächen auf Rasenmähroboter umzusteigen, um den Bauhof zu entlasten und Pflegeintervalle zu verkürzen. Vergleichbare Modelle werden in anderen Kommunen bereits praktiziert.

„Uns war bewusst, dass der Einsatz nicht auf allen Flächen möglich ist und Sicherheitsaspekte sorgfältig geprüft werden müssen“, so Dr. Horst. Dennoch wurde der Antrag nach Vorlage eines „Gutachtens“ nicht weiterverfolgt. Damit blieb ein aus Sicht der Freien Wähler sinnvoller Ansatz ungenutzt.

Neue Ideen aus der „Jüngeren Generation“

Im Rahmen der Listenversammlung im Februar 2026 stellten Vertreterinnen und Vertreter der „Jüngeren Generation“ der Freien Wähler Mücke weitere Überlegungen vor. Maximilian Rühl aus Sellnrod auf Listenplatz 14 erläuterte dabei einen praxisnahen Ansatz: Die Pflege einzelner Grünflächen oder das regelmäßige Mähen bestimmter Rasenflächen könnte – auf freiwilliger Basis – an örtliche Vereine übertragen werden.

„Warum sollte ein Faschingsverein, ein Jugendclub oder ein Obst- und Gartenbauverein, der eine Fläche übernimmt, nicht auch eine kleine Aufwandsentschädigung für die Vereinskasse erhalten?“, so Rühl. Vergleichbare Modelle, etwa bei der Reinigung von Sinkkästen durch Feuerwehrvereine, zeigen, dass bürgerschaftliches Engagement erfolgreich eingebunden werden kann.

Ein solcher Ansatz würde Aufgaben wieder stärker ins Dorf zurückverlagern. Natürlich sei klar, dass sich nicht in allen Ortsteilen Vereine finden werden und nicht jede Fläche geeignet ist. Doch wie Luis Herr aus Nieder Ohmen, Listenplatz 3 betont: „Jede Fläche welche durch das Programm von Vereinen übernommen wird, ist eine Fläche weniger um die sich der Bauhof kümmern muss“

Unbürokratisch und praxisnah

Viele Dorfplätze in der Gemeinde Mücke wurden bereits durch Vereine angelegt – unter anderem im Rahmen des Förderprogramms „Starkes Dorf“. Für die Freien Wähler liegt es nahe, dieses Engagement weiterzudenken und Vereinen auch langfristig Verantwortung für Pflege und Erhalt einzelner Flächen zu übertragen.

Wichtig ist den Freien Wählern dabei ein unbürokratisches Vorgehen. „Es darf nicht sein, dass nach dem Mähen jemand aus der Verwaltung mit dem Zollstock dasteht und die Grashöhe kontrolliert“, so Berthold Biedenkapp aus Atzenhain, Listenplatz 29. Vertrauen und klare Absprachen müssten im Vordergrund stehen.

Gleichzeitig ist den Freien Wählern bewusst, dass es sensible Bereiche gibt – etwa Kindergärten oder besonders stark frequentierte Anlagen – bei denen eine Übertragung nicht möglich ist. „Aber es kann ein wichtiger Beitrag sein, um den Bauhof zu entlasten und die Grünflächen in unserer Gemeinde besser und kontinuierlicher zu pflegen“, ergänzt Laura Keil aus Ober-Ohmen auf Listenplatz 5.

Ziel: Saubere, gepflegte und lebenswerte Ortsteile

Die Freien Wähler Mücke machen deutlich: Sie setzen sich aktiv mit den Themen auseinander, die den Bürgerinnen und Bürgern wichtig sind. Die Pflege der Grünflächen ist dabei ein zentraler Baustein für ein gepflegtes Ortsbild und eine hohe Lebensqualität.

Mit neuen Ideen, Offenheit für innovative Lösungen und dem Vertrauen in das Engagement der Vereine wollen die Freien Wähler dazu beitragen, dass die Grünflächen in der Gemeinde künftig besser, regelmäßiger und nachhaltiger gepflegt werden.